STUDITEMPS.TECH STUDITEMPS.TECH

Der Relaunch unserer Tech Page

Ein sportlicher Zeitplan, jede Menge Ideen, Schweiß und Zweifel. Und am Ende die Erkenntnis: Eigentlich läuft sowieso nichts genau nach Plan. Jasmin und Marieke erzählen, warum die Tech Page von STUDITEMPS.TECH relauncht wurde und wie sich das Projekt von der Planung bis zum Launch entwickelt hat.

Warum war eine Neugestaltung vom Code (Jasmin) und den Inhalten (Marieke) aus eurer Perspektive nötig?

Marieke: Die Tech Page ist die Plattform, auf der wir uns als Produktabteilung vorstellen. Sie soll Bewerbern zeigen, wer wir sind, wie wir arbeiten und was uns antreibt. Die alte Website wurde damals sehr schnell aufgezogen und wir haben zum Beispiel alles an Bildern genommen, was mal so zufällig per Handy aufgenommen wurde – in unserem alten Büro.

Auch die Texte waren nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. Außerdem wollten wir endlich einen Tech Blog, in dem wir erzählen können, was wir so alles machen und warum.

Jasmin: Eine Neugestaltung war aus meiner Sicht nötig, weil das Design nicht mehr zu unserer Produktabteilung passte, wir wollten etwas Klassisches und Schlichtes, das den Fokus auf die Jobs und den Blog setzt.

Die alte Seite wurde damals innerhalb kürzester Zeit aufgesetzt, als Rails-Applikation. Für unsere einfache Seite ist Ruby on Rails aber eigentlich zu komplex.

Wie seid ihr jeweils an das Projekt herangegangen?

Jasmin: Nachdem wir uns auf einen Relaunch geeinigt hatten, ging die Suche nach einem passenden CMS los. Wordpress kam für uns nicht in Frage, weil wir ja als seriöser und innovativer Arbeitgeber überzeugen wollen.

Nach einiger Recherche haben wir uns dann gegen ein CMS und für Jekyll entschieden. Da Jekyll die Seiten statisch ausliefert, leidet die Performance der Seite nicht darunter. Außerdem wird es von Github Pages unterstützt, womit wir unsere Seite am Ende auch produktiv schalten wollten.

Nachdem die Technik im Hintergrund festlag, habe ich mit den Design-Entwürfen angefangen. Zuerst haben wir uns auf die Struktur der Seite geeinigt und zum Beispiel diskutiert, was der User beim Besuch unserer Seite zuerst sehen soll und was zuletzt. Nachdem wir uns für Design entschieden hatten, konnte ich mit der Umsetzung anfangen.

Jasmin und Marieke arbeiten am Relaunch der Tech Page

Marieke: Um die Texte zusammenzutragen, bin ich zuerst in der Abteilung rumgegangen und habe mit den Entwicklern gesprochen und sie gefragt, was ihnen an ihrem Job hier Spaß macht und was sie an unseren alten Texten nicht so passend finden. Es geht ja darum, dass die Abteilung so präsentiert wird, wie sie ist. Aus dem Brainstorming sind dann nach und nach die Startseiten-Texte entstanden. Insgesamt wurde der gesamte Content der Tech Page ausgetauscht.

Auch bei den Stellenanzeigen hatten wir Unterstützung von der Abteilung. Die Entwickler und Tester haben im Brainstorming zusammengetragen, was der Job für sie beinhaltet. Carsten und ich haben dann die Stellenanzeigen formuliert und mit allen nochmal überarbeitet.

Wir haben uns damit jetzt wegbewegt von Anzeigen, die tausend Anforderungen stellen. Stattdessen legen wir mehr Wert auf die Beschreibungen der Aufgaben und die Soft Skills, die wir uns wünschen, damit jemand in unsere Teams passt. So ist der Content für STUDITEMPS.TECH entstanden.

Wie sah die Planung vom Relaunch aus?

Jasmin: Wir hatten von Anfang an alles durchgeplant, zuerst die Struktur, danach den Content, das Design, die Umsetzung des Designs und natürlich das Testing. Laut der Planung wollten wir spätestens zum 1. August die neue Seite produktiv schalten.

Marieke: Von der inhaltlichen Seite her stand bei der Planung von Anfang an fest, dass wir einen Tech Blog wollen. Außerdem wollten wir die Seite persönlicher gestalten und die Menschen vorstellen, die hier arbeiten. Es kam zum Beispiel mal die Frage: „Wer ist denn eigentlich dieser Carsten, an den ich meine Bewerbung schicke?“ Deswegen haben wir eine Teamseite geplant.

Ist dann auch alles so gekommen?

Marieke: Zum Teil. Die persönliche Note haben wir nicht durch eine Teamunterseite umgesetzt, sondern durch Testimonials auf der Startseite.

Außerdem haben wir uns für Autorenboxen mit einer kurzen Beschreibung und einem Foto entschieden, die unter den Blogartikeln stehen. Die von Carsten ist jetzt auch unter den Jobangeboten zu finden, damit die Bewerber endlich wissen, wer „dieser Carsten“ eigentlich ist.

Vom zeitlichen Rahmen her sind unsere Pläne nicht so ganz aufgegangen.

Jasmin: Pläne zu haben ist immer von Vorteil, leider können sie in der Entwicklung nur selten zu hundert Prozent eingehalten werden. Gerade, wenn man noch in einem Scrum-Team aktiv mitarbeitet. Dadurch verlagerten sich meine Prioritäten immer mal wieder. Sobald ich Zeit hatte, habe ich immer mal wieder an dem Relaunch der Tech-Seite gearbeitet.

Nachdem wir aber gemerkt haben, dass sich seit Wochen nichts mehr daran tat, haben wir die Prioritäten geändert: Ich hatte zwei Sprints, sprich vier Wochen, Zeit, das neue Design einzupflegen. Das fand ich am Anfang ziemlich sportlich, schaffte es dann aber doch mit viel Schweiß, fluchen, Kaffee und Schokolade, diesen Zeitplan einzuhalten.

Mit dem Datum für den Relaunch wurde es zum Schluss dann aber doch sehr eng.

Was waren die Probleme, mit denen ihr bei der Umsetzung zu kämpfen hattet?

Jasmin: Probleme hatte ich eigentlich nur mit dem Zeitplan. Am Anfang war er mir zu lasch und am Ende zu sportlich. Ich habe mich selber extrem unter Druck gesetzt, weil ich den Zeitplan auch zu hundert Prozent einhalten wollte. Bei der Umsetzung fing ich dann manchmal an, an mir und meinem Können zu zweifeln, da ich mir selber keine Zeit gab, verschiedene Sachen zu recherchieren.

Was mir geholfen hat, war ein Gespräch mit Marieke, die mir klarmachte, dass mich niemand außer mir selbst unter Druck setzt. Nachdem es dann in meinem Kopf klick gemacht hatte, war ich sogar noch vor unserer Deadline mit der Umsetzung fertig und konnte mich um Feinheiten kümmern.

Jasmin und Marieke arbeiten am Relaunch der Tech Page

Marieke: Der Relaunch der Tech Page ist ja so nebenbei gelaufen. Alle gehen ja ganz normal ihrer Arbeit nach und ich brauchte trotzdem oft Rückmeldungen oder Formulierungen für die Texte. Wenn alle in ihren Sprints eingespannt sind, ist es schwierig, immer wieder dazwischen zu gehen und die Kollegen an die Fristen für ihre Texte zu erinnern.

Was habt ihr über Projekte wie dieses gelernt?

Marieke: Ich habe gelernt, dass eigentlich nichts genau so läuft, wie man das am Anfang plant. So ein Projekt ist zu komplex, als dass man von Anfang an sagen kann, wie es am Ende aussieht und wann es fertig ist.

Oft ändert man ja auch zwischendurch seine Meinung und merkt, dass es anders viel besser wäre – dass die geplante Schriftfarbe doch nicht besonders leserlich oder der Text für die Jobbeschreibung eigentlich jetzt schon wieder veraltet ist.

Jasmin: Ich konnte während des Projekts so einiges lernen, zum Beispiel die Organisation der Arbeitsschritte. Es ist extrem wichtig, von Anfang an am Ball zu bleiben bei einem Projekt und sich darauf voll konzentrieren zu können – ohne Ablenkungen und am besten auch ohne Abhängigkeiten. Außerdem konnte ich auch mein Fachwissen weiter erweitern und neue Funktionen und Tools benutzen.

Der Relaunch ist abgeschlossen. Seid ihr zufrieden?

Jasmin: Im Moment bin ich sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Wie gesagt, im Moment. Bei uns in der Entwicklung ist es leider so, dass immer wieder neue Trends hinzukommen und wir mit der Zeit gehen wollen. Deshalb ist der Code, den ich heute geschrieben habe, spätestens morgen wieder Oldschool.

Marieke: Ja, ich bin zufrieden. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut und ich denke, dass die neue Tech Page unsere Abteilung ganz gut präsentiert. Sie ist natürlich noch ausbaufähig und wir werden auch weiter an ihr arbeiten. Wir hätten zum Beispiel auf der Startseite gerne ein Bewegtbild als Header, das ist aber noch mal mit viel Aufwand verbunden. Abgeschlossen ist das Projekt jedenfalls noch nicht.