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21. UXCGN bei Studitemps: Von Design-Systemen und UX im agilen Umfeld

Wie kann man die User Experience von Stakeholdern und Entwicklern verbessern? Warum kann es hilfreich sein, „Dirty UX“ zu praktizieren und wie integriert man UX in in agile Prozesse? Die 21. Auflage des Kölner User Experience Meetups (UXCGN) war bei Studitemps zu Gast. Wir haben uns sehr gefreut, die Veranstaltung dieses Mal bei uns begrüßen zu dürfen und spannende Talks zu hören.

Verena Scharnetzki und Sabine Büttner vom Orga-Team der UXCGN eröffneten den Abend und fingen mit einem kurzen Bericht vom UX Camp West an, das nur eine Woche vorher stattgefunden hatte. Trotz der knapp aufeinanderfolgenden Veranstaltungen und obwohl ein Redner kurzfristig absagen musste, klappte die Organisation des Meetups ohne Probleme. Es kamen mehr als 60 Teilnehmer.

User Experience von Stakeholdern und Entwicklern

Der erste Talk kam von unseren Frontend-Entwicklern Kay Spiegel und Marc Dittrich. Unter dem Titel „Design System meets UX“ stellten sie vor, wie man durch entwickelte Design-Systeme die User Experience von Nutzern, also Stakeholdern, und auch von Frontend- und Backendentwicklern verbessern kann. Die Vorteile eines firmeninternen Design-Systems liegen in einem einheitlichen und klaren User Interface für alle Applikationen und in einer schnelleren Entwicklung und Implementierung von Features. Der Frontend-Code muss auf diese Weise auch nur einmal geschrieben werden.

In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die Dokumentation eines Design-Systems. Wählt man ein „lebendiges“ Dokument oder eine statische Seite?

Kay Spiegel hält einen Talk über Design Systeme zur Verbesserung von User Experience.

Auch Texte gehören zur User Experience

Der zweite Talk zum Thema „Einfach einfach schreiben – bessere Texte in fünf Schritten“ kam von Maria Horschig. Ihre These: Obwohl sie oft vernachlässigt werden, gehören auch Texte zur User Experience. Sie rät Schreibern, so zu formulieren, wie sie sich sonst auch ausdrücken und keinen besonders blumigen und geschwollenen Wortschatz zu verwenden. Ihre Regel für leicht verständliche und gute Texte: nur eine Aussage pro Satz.

Nach dem Talk kam die Frage auf, ob klassische Texte überhaupt noch gelesen werden. Sind sie ersetzbar oder müssen sie einfach nur gut und einfach geschrieben werden? Jeder kennt umständlich formulierte und komplizierte Guidelines, die es den Nutzern nicht gerade einfach machen, ein Thema zu durchblicken.

Auf den Talk folgte eine Pause, die wir zum Netzwerken bei Halvem Hahn und Kölsch nutzten.

Bei Kölsch und Halvem Hahn wird beim 21. UXCGN genetzwerkt.

UX Tests an der Bushaltestelle

Ganz kurzfristig für den ausgefallenen Talk ist Jens Scharnetzki eingesprungen, der in Rekordzeit einen Vortrag zum Thema „Dirty UX an example“ vorbereitet hatte. „Mein Chef darf gar nicht wissen, wie schnell man so eine Präsentation erstellen kann“, scherzte er. In seinem Talk ging es darum, wie man User Experience in ein agiles Umfeld integrieren kann. Er sprach sich für kurzfristige und einfache Tests innerhalb der Sprints aus – notfalls auch mit Passanten an der Bushaltestelle. Das sorgte für einige interessante Diskussionen im Anschluss, da viele Teilnehmer Fragen zur Umsetzung von UX in Scrum-Sprints haben.

Danach wurde bis in den späten Abend diskutiert, gegessen und getrunken. Und wir freuen uns schon auf die 22. UXCGN am 2. November bei People Interactive.