STUDITEMPS.TECH STUDITEMPS.TECH

Studitemps bei der Agile Cologne

Zum fünften Mal trafen sich am 24. März in Köln Interessierte rund um die Themen Agile, Scrum, Lean und Kanban bei der Agile Cologne. Die Konferenz, die im Open Space-Format durchgeführt wird, erfreut sich zunehmender Beliebtheit, auch über die Grenzen des Rheinlands hinaus. Seit der ersten Agile Cologne hat sich die Teilnehmerzahl von etwa 60 Teilnehmern im Jahr 2013 auf 180 Teilnehmer in diesem Jahr verdreifacht.

Wir haben uns besonders gefreut, dieses Mal auch als Sponsor dabei zu sein und an vielen spannenden Sessions, unter anderem in unserem schönen Studitemps-Raum, teilzunehmen. Und so sind wir mit einer bunten Truppe angereist – vom Product Owner und Scrum Master über Sales-Mitarbeiter und Geschäftsführung –, um uns zu verschiedenen Themen rund um agiles Arbeiten auszutauschen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl fand die diesjährige Agile Cologne im GS1 Knowledge Center in Köln-Braunsfeld statt.

Das Format Open Space und die Themen

Die Veranstaltung findet traditionell als Open Space statt. Das bedeutet, dass es keine zentral vorgegebenen Themen gibt. Die Teilnehmer gestalten das Programm selbst, indem sie Themen vorschlagen und die sogenannten Sessions durchführen. Die Besucher können deshalb aus einer Vielzahl von Themen auswählen und für sich selbst ein Programm zusammenstellen. Die Sessions werden für alle sichtbar auf einem Board angeordnet. Der Zeitplan teilt sich in Time Slots ein, dieses Mal waren die Sessions einstündig. Studitemps veranstaltet regelmäßig firmenweite Open Spaces. Einen Bericht kannst du in unserem Blog nachlesen.

Sessionplanungs Board auf der Agile Cologne.

Die Sessions

Ein deutlicher Fokus, das wurde bei der Themensammlung klar, lag auf spielerischen Sessions. Ob 360° Stories, um die Teilnehmer über persönliche Geschichten besser kennenzulernen oder Ubongo Flow Game, bei dem es um das Anwenden verschiedener Prozesse geht – das Interesse an neuen Spielen war sehr groß.

Schöne Spiele-Sessions waren auch der Flugzeug Contest und das Ballpoint Game. Dabei bildet man ein Team und simuliert mehrere Sprints: Erst wird die Aufgabe erklärt, im anschließenden „Planning” gibt man eine Schätzung ab, dann wird die Aufgabe durchgeführt und zum Schluss retrospektiert. Das alles in sehr kurzer Zeit. Man bekommt dadurch einen komprimierten Eindruck davon, wie ein echter Sprint funktioniert und wie man Erkenntnisse aus dem vergangenen Sprint direkt in die Planung für den neuen Sprint einfließen lassen kann, um die Leistung und die Geschwindigkeit erhöhen zu können.

Teilnehmer spielen beim Flugzeug Contest.

Viel Zulauf hatten auch Sessions, die sich damit beschäftigt haben, warum es oft Mitarbeiter oder Abteilungen in Firmen gibt, die Agilität verhindern wollen, so zum Beispiel „Culture eats Agile Transitions for Breakfast“ oder „Das agile Pflänzchen – setzen und kultivieren (auch im Brachland)“.

Die Teilnehmer/innen versuchten, Gründe für den Widerstand ausfindig zu machen: Überforderung, Angst vor Chaos, vor beruflichem Machtverlust oder Halbwissen wurden genannt, aber auch eine zu hohe Auslastung, die im Unternehmen zu Sprüchen wie „Der Scrum Master hält uns von der Arbeit ab“ führt. Über die Frage „Kann man das von oben verordnen?“ oder „Muss man das sogar?“ wurde lebhaft diskutiert. Dank einer Mitarbeiterin aus dem öffentlichen Dienst und eines Teilnehmers, der sich traute, sich als dem mittleren Management zugehörig zu outen, gab es auch neue Sichtweisen auf die Agilisierung des Brachlandes.

Das agile Pflänzchen.

Motivation und neue Ideen gab es in der Session „Meine schönste Retrospektive“, in „The human Element“ wurde darüber diskutiert, wie man damit umgeht, wenn Teams eine Krise haben und welchen Einfluss eine Retro im Grünen auf festgefahrene Verhältnisse hat. Wer es praktisch mag, kam beim Sketching für Anfänger auf seine Kosten und viele Sessions drehten sich um die PO-Rolle: Kann man sie skalieren und wer ist für das Coachen verantwortlich? Der Scrum Master?

Vorfreude auf die Agile Cologne XXL

Zwischen den Sessions hatte man genug Möglichkeiten, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Es gab keine explizite Pause. An der Kaffeemaschine oder am Buffet kam es aber oft zu Gesprächen mit anderen Teilnehmern.

Closing der Agile Cologne.

Wir hatten viele spannende Diskussionen, Unterhaltungen und haben eine Menge Ideen, Anregungen und noch mehr Fragen mitgenommen. Daher freuen wir uns, beim nächsten Mal und besonders bei der nächsten Agile Cologne XXL wieder mit dabei zu sein. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal sehr herzlich bei den Organisator/innen Kathleen Fenger, David Schmithüsen, Sven Lüdtke und Alexander Kylburg bedanken.