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Unsere Erfahrungen mit einem abteilungsweiten Innovation Day

Wir haben den Innovation Day (wieder) neu für uns entdeckt. Dass ein Tag, an dem sich alle völlig neuen Ideen widmen und sich kreativ austoben können, Spaß und Sinn macht, ist ja klar. Trotzdem hatten wir jetzt seit längerem keinen Exploration Day. Da ich ein Projekt im Kopf hatte, das ich schon immer gerne umsetzen wollte, aber wie so oft neben der Arbeit keine Zeit übrig hatte, habe ich die Organisation eines neuen Innovation Days vorangetrieben.

Also haben wir einen Termin festgelegt und uns in der Abteilung Gedanken dazu gemacht, an welchen Projekten wir am Innovation Day arbeiten könnten. Inspirationen haben wir uns bei diversen Blogs wie Happy Melly oder Management 3.0 geholt. Der festgelegte Scope: Es sollte etwas sein, das man schon immer mal während der Arbeit machen wollte, für das man aber nie genug Zeit hatte. Und es sollte zumindest mittelbar mit Studitemps zu tun haben.

In unserem Confluence-Dokument sind bis zu dem festgelegten Termin mehr als 20 Vorschläge zusammengekommen. Unter ihnen waren zum Beispiel ein Remote-Video-Meeting-Machine Roboter, ein Credential Store oder die Umstellung unseres Blogs auf gohugo mit Auto-Deploy und Anbindung an ein CMS.

Bei unserem Innovation Day wurde viel diskutiert und in Gruppen an Projekten gearbeitet.

Am 6. Juli war es dann so weit. Wir hatten einen ganzen Tag, um uns mit den Dingen zu beschäftigen, die uns interessieren und konnten das Tagesgeschäft hinter uns lassen. Und programmiert haben wir natürlich auch. Die Sprint-Kapazität haben wir angepasst, weil der Tag schon länger im Voraus geplant wurde.

Morgens haben wir losgelegt, in Open-Space-Manier die verschiedenen Ideen vorgestellt und Gruppen mit den Personen, die sich für ein Thema interessieren, gebildet. Dann haben wir uns auf die verschiedenen Räume verteilt und in den Gruppen losgelegt. Den Tag über wurden Brainstormings und Recherchen durchgeführt, viele Post-Its geklebt, Ideen diskutiert und auch wieder fallengelassen.

Bei unserem Innovation Day wurde viel diskutiert und in Gruppen an Projekten gearbeitet.

Um 17 Uhr haben sich dann alle wieder getroffen und sich gegenseitig die Ergebnisse vorgestellt. Die meisten Gruppen sind in der Zeit nicht ganz fertig geworden. Nichtsdestotrotz gab es viele Erkenntnisgewinne und es wurden neue Ansätze für die Arbeit im Alltag gefunden, wie zum Beispiel durch das Kennenlernen von Property Testing als gute Ergänzung zum bekannten Example Based Testing. Damit der Tag auch darüber hinaus Auswirkungen hat und nicht nur dem Spaß währenddessen dient, sollte per Mehrheitsentscheid das beste Projekt gewählt werden, das dann während der Arbeitszeit weiterentwickelt werden kann. Gewonnen haben gleich zwei Projekte: Der Velociraptor und Cucumber to Screencast lagen bei der Abstimmung gleich auf. Wir haben festgelegt, dass wir ab jetzt gerne zwei bis vier Stunden pro Monat an unseren Projekten arbeiten wollen.

Die Projekte

  • Velociraptor: Anhand der verfügbaren Stundenkapazität aus dem Team-Kalender soll automatisch berechnet werden, wie viele Punkte man im kommenden Sprint aufbringen kann.
  • Cucumber to Screencast: Tool zum Generieren von Screencasts aus Cucumber-Szenarien, die UI-Tests mit Hilfe vom Browser durchführen.

Das Fazit: Der erste Innovation Day war ein Erfolg, auch wenn wir einige Sachen beim nächsten Mal verändern würden. Die Vorstellung der Ergebnisse war etwas chaotisch und sollte beim nächsten Mal geordneter ablaufen. Außerdem gab es in den Gruppen wenig Durchmischung in Bezug auf die Teams. Es wäre toll, wenn man das anders hinkriegen würde. Der Tag hat aber viel Spaß gemacht und ich hab mich nebenbei auch gefreut, dass es mein vorgeschlagenes Cucumber-to-Screencast-Projekt geschafft hat.