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Dynamic Teams für einen besseren übergreifenden Austausch

Sobald mehrere Teams an einem Produkt entwickeln, ist die Kommunikation zwischen diesen Teams eine Herausforderung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich leicht Gruppen bilden, über die hinweg Wissen nicht automatisch geteilt wird. Wenn ein Team ein technisches Problem löst oder einen neuen Prozess entwickelt, kann es sein, dass andere Teams diese Lösung gar nicht mitbekommen. Um dem entgegenzuwirken, führen wir seit einigen Monaten zusätzlich zu den Scrum Dailys der einzelnen Teams Scrum-of-Scrums-Meetings durch: Jedes Team wird von ein oder mehreren Personen vertreten, die beim Scrum of Scrums über den aktuellen Stand berichten.

Das Scrum of Scrums reicht alleine aber nicht aus, um wirklich Einblicke in den Alltag und die Entwicklungsabläufe anderer Teams zu bekommen. Um noch ein besseres Verständnis von der Arbeit der anderen Teams und Devs zu bekommen und die Kommunikation weiter zu verbessern, haben wir uns in unserer letzten Abteilungsretro dafür entschieden, einen Schritt in Richtung Dynamic Teams zu gehen und einen Team-Tandem-Austausch zu fördern. „Durch Dynamic Teams oder Dev-Swap kann man sehen, wie andere Teams Dailies machen, CI und Tests eingerichtet haben und welche Kultur sie im Team haben“, meint John, Data Engineer bei Studitemps. „Auch als Host-Team hast du die Möglichkeit, eine externe Perspektive auf deine eigenen Prozesse zu bekommen.“

Diese Vorteile wollen wir bei Studitemps auch nutzen. Aktuell sieht unsere Vorstellung vom Team-Austausch so aus, dass eine Person einen oder mehrere Tage mit einem anderen Team verbringt. Dort hat sie ein Tandem-Teammitglied, das im Gegenzug einen anderen Tag in dem Team der Person verbringt. Vorausgesetzt beide Teams sind einverstanden.

Der Ablauf des Teamaustauschs:

Der Tag beginnt mit einer kurzen Fragerunde, in der es hauptsächlich darum geht, das neue Teammitglied willkommen zu heißen und zum Beispiel zu erzählen, wie der aktuelle Eindruck von dem Team aussieht. Dann folgt der normale Tagesablauf mit Daily, Refinement und was noch so ansteht. Man könnte zum Beispiel pairen und währenddessen wichtige CI/PR-Prozesse besprechen, Code-Standards zeigen und erzählen, wie man testet. Das Ziel hier ist frei dem aufnehmenden Team überlassen. Im Grunde geht es aber darum, der anderen Person so viele Bereiche und Prozesse wie möglich zu zeigen, damit man zum einen eine neue Perspektive auf die eigenen Prozesse bekommt und zum anderen auch das Austausch-Teammitglied viele Informationen aus dem Tag gewinnt.

Im Anschluss gibt es eine Feedbackrunde. Das Ziel ist vor allem, aus dem Tag zu lernen und den Prozess des Austausch-Tages zu verbessern, aber auch bei der Person nachzufragen, was sie im Team beobachtet hat: Welches Feedback gibt es zum Pair-Programming, zu den Workflows? Was denkt sie nun über das Team (in Bezug auf Verhalten, Kommunikation, Code und Entwicklungsprozesse)? Was hat sie gelernt und gibt es etwas, das sie in ihrem Team einbringen wird?

Von dem Austausch erhoffen wir uns einen besseren Informationsaustausch, neue Perspektiven und Ideen. Das Ziel ist letztendlich auch, sich in der Abteilung eher als ein großes Team zu verstehen. Mit dem Austausch wollen wir auch darauf hinarbeiten, dass Teammitglieder je nach Bedarf dynamisch, einfach und reibungslos von Team zu Team wechseln sollen können, um von anderen zu lernen und ihr eigenes Wissen zu verbreiten.

Bisher haben unsere Software Engineers Vera und John einen Team-Austausch durchgeführt – der erste in unserer Abteilung. In einem weiteren Artikel werden sie über ihre Erfahrungen berichten. Was gut geklappt hat, welche neuen Erkenntnisse sie an dem Tag gewonnen haben und wie wir unser Austauschprogramm weiterentwickeln wollen.