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AugenhöheWege – Zu einer menschlich erfolgreichen Unternehmenskultur

„Neue Wege zu beschreiten, heißt Gewohnheiten hinter sich zu lassen, Glaubenssätze zu überdenken und sich vor allem die Frage zu beantworten: Wohin soll die Reise gehen?“ In den AugenhöheWege-Filmen geht es um Firmen, die die ersten Schritte dieser Reise schon gemacht haben und auf dem Weg zu einer neuen Unternehmenskultur auf Augenhöhe sind, die menschlich und ökonomisch erfolgreich sein soll.

Aufbruchsstimmung nach unserem ersten Open Space

Da wir mit Carsten einen großen Fan der Augenhöhe-Filme in der Firma haben, haben wir die Mitarbeiter am Standort Köln zur Vorführung der orangefarbenen Version eingeladen. Nach unserem sehr erfolgreichen Open Space, der viele Mitarbeiter begeistert beziehungsweise motiviert hat, sich in Arbeitsgruppen zusammenzuschließen, passte der Film ganz gut in diese Aufbruchsstimmung.

Im Film erzählen verschiedene Unternehmen – von einem Lösemittelhersteller bis zu einer Bank – von den Veränderungen in der Unternehmenskultur seit sie sich immer mehr zu einer agilen Zusammenarbeit auf Augenhöhe bewegen.

Nach der Vorführung haben wir uns über die Ideen, die bei den verschiedenen Unternehmen umgesetzt wurden, ausgetauscht. Als Aufhänger haben wir uns mit den Fragen beschäftigt, die auch bei der Kölner Premiere der AugenhöheWege-Filme im Startplatz gestellt wurden: Sind wir alle in ein paar Jahren auf Augenhöhe? Was hält uns davon ab, so zu arbeiten? Und vor allem: Was können wir konkret als Nächstes machen?

Kann sich eine Arbeitsweise auf Augenhöhe wirklich durchzusetzen?

Bei der Diskussion wurde als eine Erklärung für die Verbreitung von streng hierarchischen Systemen genannt, dass mit Eigenverantwortung auch immer eine gewisse Unbequemheit einhergeht: Wenn man nichts entscheiden darf, muss man die Verantwortung für Fehlentscheidungen auch nicht tragen.

Aber diese Angst vor Verantwortung kann doch keine Conditio Humana sein. In den meisten Fällen liegt das Problem darin, dass man in ein Unternehmen kommt, in dem bestimmte Strukturen vorherrschen – und sich dann eben einfach anpasst. Genau diese Strukturen müssten deswegen verändert werden.

Never change a running system – Oder doch?

Wichtig ist auch, sich überhaupt für die Meinungen von Mitarbeitern zu interessieren und offen für Änderungsvorschläge zu sein. Wenn man keinen Wert auf Ideen oder Meinungen von Arbeitskräften legt, kann man auch nicht erwarten, eigenständige und motivierte Mitarbeiter zu bekommen.
In einigen Fällen ist hier auf jeden Fall ein komplettes Umdenken nötig. Warum lassen wir überhaupt so oft das Argument „Das haben wir doch schon immer so gemacht: Never change a running system“ gelten?

Ein großes Problem ist oft besonders der Umgang mit Fehlern. Wenn man Angst vor Fehlern haben muss, kann man sich als Mitarbeiter nicht entsprechend entfalten oder produktiv und kreativ arbeiten. Es muss also in Ordnung sein, dass man auch mal Fehler macht – weil das eben zum Lernprozess dazu gehört.

Am Ende des Abends waren wir uns eigentlich einig: Unternehmen werden es sich irgendwann nicht mehr leisten können, an ihrer gewohnten streng hierarchischen Arbeitsweise festzuhalten. Weil die Konkurrenz immer wendiger und kreativer arbeiten wird und Mitarbeiter im Rücken weiß, die sich mit dem Unternehmen identifizieren.